06.06.2002: Hagener Markbote

Thank you for the music

Cale Copf Party der Mega-Erfolg in Hagen – 6.000 begeistert

Seit der großen Party Olé a.T.W. 1997 hat der Hagener Gibbenhoff am Samstag, dem 1. Juni, erneut ein Event erlebt, das in die Geschichte eingehen wird und vermutlich im südlichen Landkreis Osnabrück seinesgleichen sucht. 6.000 gut gelaunte Partygäste drängten sich in Hagens Ortskern, um bei der Cale Copf-Geburtstagsparty zum Zehnjährigen dabei zu sein. Geplant war das Ereignis schon lange in enger Kooperation mit der Gemeinde Hagen a.T.W. und dem Hagener Touristik-Verein als Verantwortlicher für die gute Gastronomische Betreuung. „Wir hätten auch 10.000 Karten verkaufen können“, meinte Ali Sieckmann, Chef der Cale Copf Company, so hoch war die Nachfrage und allen tut es wirklich leid, dass letztendlich bei dieser Riesenparty so viele außen vor bleiben nussten, weil der Gibbenhoff nicht mehr Leute aufnehmen konnte. Dicht gedrängt genossen die Partygäste das Musikprogramm auf sich gegenüberliegenden Bühnen. Um 18 Uhr ging es los mit „Livingroom“, einer Nachwuchsband, die hervorragend rüber kam und übrigens am 13. Oktober in der Ehemaligen Kirche in Hagen ein eigenes Konzert geben wird. Eine Stunde später, um 19 Uhr, startete „Quintessence“ mit Jazz-Klassik. Die Saxophonisten begeisterten mit herausragend musikalischem Können und fanden unter den inzwischen fast vollständig eingetroffenen Partygästen aufmerksame Zuhörer. Danach startete die Gruppe Fracis Albert bis schließlich um 21 Uhr die Cale Copf Company ihr Debüt gab. Ausgefallen sollte es schon losgehen, und so ließen sich die sechs Cale Cöpfe auf Harley-Davidson-Maschinen vor die Bühne chauffieren, erklommen die Bühne und starteten mit der passenden Biker-Hymne: „Whatever you want“. Die Cale Copf Company war in Geburtstagslaune und präsentierte bis etwa 22.30 Uhr die besten Songs, die das A-cappella-Sextett zu bieten hat. Das Publikum war begeistert und forderte natürlich Geburtstagszugaben, die Ali Sieckmann, Andreas Strothmann-Ruhe, Ulli Pommer, Michael Wolf, Markus Weber und Hardy Witte gerne gaben. Markus Weber von der Cale Copf Company trat dann noch einmal alleine auf die Bühne und brachte, sichtbar gerührt, einen Dank heraus, an die vielen treuen Cale Copf Fans, die den Erfolg dieses Abends, aber auch den Erfolg der Cale Copf Company überhaupt ermöglicht haben. Er nannte die Cale Copf Frauen, er nannte Hans Dammermann, dass frühere, 1999 verstorbene Cale Copf Mitglied, er nannt die Gemeinde Hagen a.T.W., den Hagener Tourismus-Verein, die Sicherheitsleute, die Feuerwehr, DRK-Rettungsdienst und viele weitere unzählige Helferinnen und Helfer.
Danach war die Bühne frei für Abba 99 aus München. Die Coverband brachte die weltbekannten Abba-Hits mit den beiden Sängerinnen hervorragend rüber. Auch Abba 99 durfte erst nach mehreren Zugaben die Bühne verlassen, natürlich zum Schluss mit „Thank you for the music“. Das Publikum bestens gelaunt harkte sich ein, genoss die Musik, den lauen Frühlingsabend mit sternenklarem Himmel in fröhlich, friedlicher Stimmung. Nach Abba ging es nahtlos weiter mit den „Yankees“, die ab Mitternacht bis sage und schreibe 3.45 Uhr ihr ausgelassen feierndes Publikum fanden. Tatsächlich schätzte Ordnungsamtsleiter Zumstrull, dass morgens um drei Uhr noch etwa 2.500 bis 3.000 Leute auf dem Gibbenhoff gut gelaunt feierten. Keine Schlägereien, keine Ausschreitungen, keine Alkoholexzesse, keine Sachbeschädigungen. Alles verlief friedlich, so wie alle es sich vorher gewünscht hatten. Ali Sieckmann, der Chef der Cale Copf Company, war auch am Montagmorgen dieser Woche noch ganz begeistert: „Ein traumhaftes Event – wir haben sehr viele Menschen sehr glücklich gemacht – viele sind uns spontan um den Hals gefallen.“ Mit dem Wissen von heute wäre die Cale Copf Company doch vielleicht auf den Sportplatz gegangen, um jedem eine Eintrittskarte zu ermöglichen. „Ich hätte doch noch viel mehr Leuten diesen Event gegönnt.“ meinte Sieckmann. Natürlich war auch das Wetter ein ganz wichtiger Faktor. „Das hat uns Hans Dammermann geschickt“, bekennt Ali Sieckmann freimütig in Erinnerung an das frühere Cale Copf Mitglied. Ob es eine Veranstaltung dieser Art in Hagen bald wiedergeben wird, vermochte Ali Sieckmann konkret auch nicht zu sagen. Er hatte allerdings festgestellt dass Vertreter der Gemeinde Hagen a.T.W mit ganz großen Augen und Ohren dabei gewesen seien, vermutlich um in Hagen doch eine solche Großveranstaltung mit regelmäßiger Wiederkehr zu etablieren. „Thank you for the music”, nicht nur der Abschluss-Song der hervorragend aufgetretenen Gruppe Abba 99, sondern sicherlich auch die Einschätzung von allen die dabei waren. Ein großes Fest hat im Herzen von Hagen stattgefunden. Es wird in Erinnerung lange weiterleben.

05.06.2002: Osnabrücker Nachrichten

10 Jahre CCC

Der Hagener Gibbenhoff erinnerte an den Park vor dem Buckingham-Palast. Irgendwie war es fast (so voll und toll) wie bei Queen Elizabeth II., es fehlten zur Huldigung nur 6000 CCC-Fähnchen, vielleicht noch Paul McCartney als Animateur oder ein finales Feuerwerk. Die Jungs der Cale Copf Company sind „local heroes” (ON würdigte das A-capella-Phänomen vor einer Woche ausführlich), die Fans lieben ihre bodenständigen Kehlkopf-Majestäten. Alles hervorragend organisiert, die Gemeinde mit im Boot. Hagen, wie es singt und lacht! Als Feiermetropole liegt man ja weltweit quasi vor Rio, Köln und Palma, das CCC-Jubiläum wurde zu einer Hagener Kirmes im Sommer. „Ja, wo spielen sie denn?“, rätseln hinten links einige. Es war eng, aber gemütlich. Das Wetter wunderschön. „Ist das jetzt Radar Love?“, wähnten sich Teuto-Boys beim Hörtest. Insgesamt war die Akustik voll okay, ein mit Buden bestückter Dorfplatz ist eben keine Oper. Der Harley Club Hilter um Manfred Konerding verschaffte den CCC-Buben einen ohrenbetäubenden Auftritt. Ohne Schalldämpfer Richtung Bühne – mit „Whatever you want“ ging die Post ab. Rund 60 Minuten präsentierten sich Ali Sieckmann, Ulli Pommer, Andreas Strotmann-Ruhe, Michael Wolf, Markus Weber und Hardy Witte (tasten sich demnächst mit Schlagerherz wohl in die Opern- und Musical-Welt) von ihrer besten Seite. Mit „Ob-la-di“ (Beatles) oder „He ain´t heavy“ (Hollies) wurde auch in die CCC-Steinzeitkiste gegriffen, „We will rock you“ als Zugabe von „Queen Ulli“. Nicht den Gästen die Show stehlen, selbst mitfeiern (Fans überbrachten Kuchen und andere Geschenke) – die Debise. Eingeheizt hatten Livingroom, Quintessence (Hagen ist keine Jazz-Hochburg) und Francis Albert, der zwischen Robbie Williams und Frank Sinatra kreiste. Highlight der Nacht: Abba 99. Mit dem Chess-Bangkok-Thema ging´s los, von „Mamma Mia“ bis „Waterloo“ kaum vom Original zu unterscheiden. Von Mitternacht bis 3.45 Uhr (!) spielten die Yankees ein zauberhaftes Oldie-Programm – der Gibbenhoff wogte vor Begeisterung. Und im Hotel Kriege fand bis zum frühen Morgen die After-Show-Party statt. Simmung total. Wie Kirmes! Mindestens!

03.06.2002: Neue Osnabrücker Zeitung

Musikerstars enterten auf Motorrädern die Bühne

Die Cale Copf Company rief, und 6000 Zuschauer kamen – Neunstündiges Programm zum zehnjährigen Bestehen

Restlos ausverkauft war am Samstagabend das Festival am Gibbenhoff in Hagen zum zehnjährigen Bestehen der Cale Copf Company. 6000 begeisterte Zuschauer verfolgten das mehr als neunstündige Musikprogramm. Wer trotz der Ankündigungen doch darauf gesetzt hatte, an der Abendkasse eine Eintrittskarte zu ergattern, musste unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Die Rahmenbedingungen passten: Zahlreiche Getränke- und Essensstände waren aufgebaut, zwei Bühnen garantierten Musik ohne störende Umbaupausen, und der Himmel zeigte sich wolkenlos. Dazu gab es ein abwechslungsreiches Programm, wie Alfons Sieckmann von der Cale Copf Company in seinen Begrüßungsworten hervorhob: „Viel Musik und Vielfalt“ hieß die Devise.
Pünktlich um 18 Uhr legten Living Room los. Mit akustischer Gitarre, Rhythmus und dreistimmigem Satzgesang interpretierte die Gruppe bekannte Pophits. Nach den Saxophonkünstlern von Quintessence und den Evergreens von Francis Albert Sinatra dann um neun Uhr der Auftritt der Geburtstagskinder.
Eigenwillig glamourös geriet der Auftakt: Nachdem ein Einfliegen per Hubschrauber als nicht praktikabel verworfen worden war, nutzte das Sextett die Bekanntschaft mit einem Harley-Davidson-Club aus Hilter. Sechs Biker kutschierten die Sänger auf ihren Motorrädern vor die Bühne. „Wir haben für heute die Schalldämpfer herausgenommen“, erklärte Harley-Fahrer Manfred Konerding zum phonstarken Auftritt. Die Sänger enterten die Bühne mit langmähnigen Perücken, und los ging es mit der passenden Biker-Hymne: „Whatever you want“ von Status Quo plus beeindruckenden Einlagen auf der Luftgitarre. Es folgte ein Best-Of-Programm aus den letzten Jahren, darunter Songs, die die Company bereits bei ihrem ersten Konzert gesungen hatte, etwa „He ain´t heavy, he ´s my brother“ von den Hollies oder „Ob-la-di, ob-la-da“ von den Beatles. Fans der ersten Stunde und „Spätbekehrte“ sangen begeistert mit. Die Bewohner der angrenzenden Wohnhäuser nutzten Fenster und Balkone der oberen Etagen als Logenplätze.
Im Anschluss sorgten Abba 99, die auf Empfehlung einer Agentur aus München angeheuert worden waren, mit perfekt inszenierten Songs der skandinavischen Kultgruppe für Stimmung. Schließlich waren die Yankees mit einem Mammutprogramm dran. Mehr als drei Stunden spielten sie Oldies und neue Hits.
Im Oktober vergangenen Jahres waren die Cale Copf Company und Vertreter der Gemeinde übereingekommen, das Jubiläumskonzert in Hagen auszutragen. Dabei wurde auch festgelegt, dass die Company als Veranstalter fungieren würde, allerdings mit Unterstützung der Gemeinde. „Eine Selbstverständlichkeit“, wie Ordnungsamtsleiter Ralf Zumstull betont.
Schließlich bedeute ein Festival dieser Größenordnung einen immensen Aufwand: Seien es die Absperrgitter, ausreichend Stände für Essen und Getränke sowie notwendiges Personal: 15 Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz waren im Einsatz, hatten aber bei dem friedlichen Fest nur wenig zu tun. Zusätzlich standen 25 Mitglieder der Ortsfeuerwehr Hagen als Brandsicherheitswache und Ordnungsdienst bereit.
Dass das Fest ein voller Erfolg werden würde, zeichnete sich schon Weihnachten ab. Bis dahin waren bereits 2500 Tickets über den Tisch gegangen. „Schwer kalkulierbar“ sei es trotzdem gewesen, wie viele Leute tatsächlich kommen würden, unterstrich Sieckmann.
So stellte die Band fest, dass die Nachfrage noch viel größer war als angenommen und bereits Anfang Mai alle Karten verkauft waren.
Besser hatten es die unmittelbaren Anwohner des Gibbenhoffs: Sie waren frühzeitig angeschrieben worden und hatten eine Freikarte für das Konzert bekommen: „Keiner hat gemeckert“, zeigte sich Zumstrull zufrieden. Auch Sieckmann zog durchweg ein positives Resumee. Besonders war er erfreut, dass sich viele Besucher direkt bei der Company für das Fest bedankten. Kein Wunder, dass die Gemeinde auch auf andere Weise Entgegenkommen zeigte. Zwar war wie gewohnt um drei Uhr Sperrzeit, Zumstrull gab sich aber schon im Vorfeld einsichtig: „Wenn die Stimmung noch kocht und die Leute Zugaben wollen, dann drücken wir die Augen eine halbe Stunde zu“ und fügte an: „Zu später Stunde werde ich auch ein bisschen mitfeiern.“

Text: Henning Müller-Detert

01.06.2002: Neue Osnabrücker Zeitung

„Cale Copf Company“ feiert 10-jähriges Bestehen

Ein musikalischer Exportschlager

13 Mal die Osnabrücker Stadhalle ausverkauft – Auftritte in ganz Deutschland

Das Hagener A-Capella-Sextett “Cale Copf Company” kann mittlerweile auf eine 10-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken, die bisher für eine semi-professionelle Musikgruppe aus dem Osnabrücker Raum ihresgleichen sucht.

Wer kennt sie nicht, die sechs sympathischen „Jungs von nebenan“, alle mit jeweils unterschiedlichem Timbre in der Stimme? Ihre vielleicht einzigartige Mischung aus hervorragender Musik ohne Instrumente und Comedy macht sicherlich den langjährigen Erfolg aus.
Mit mittlerweile 300 absolvierten Konzerten mit drei verschiedenen abendfüllenden Programmen, unzähligen Galas, Jubiläumsfeiern und Werbeveranstaltungen, erreichte die „CCC“ bereits schätzungsweise 200 000 Zuhörer, und das weit über die Grenzen ihres Heimatortes Hagen hinaus.
Ganz zu Anfang trat das Vokalensemble auf privaten Partys auf und entwickelte bis 1993 sein musikalisches Repertoire für die Bühnenpremiere in der Ehemaligen Kirche in Hagen. Bald schon folgte das „Auswärtsspiel“ in Bad Iburg. Danach nahm die Kariere ihren Lauf. Mittlerweile wurde die Osnabrücker Stadthalle 13 Mal ausverkauft gemeldet, und die Hagener Lokalmatadore sangen Konzerte in der Musikhalle Hamburg, und der Emslandhalle Lingen, in Berlin, Oberhausen, bei den Freilichtspielen in Tecklenburg und an vielen anderen Orten in ganz Deutschland. Auch Rundfunk und Fernsehen wurde auf die „Cöpfe“ aufmerksam, die mittlerweile auch drei CDs besungen haben. Im April dieses Jahres wurde die „CCC“ vom Hagener Bürgermeister Dieter Eickholt für ihr bisheriges Schaffen geehrt.
Mit ihrem musikalischen Nebenberuf sind Alfons Sieckmann, Ulli Pommer, Markus Weber, Andreas Strotmann-Ruhe, Michael Wolf und Reinhard Witte zum erfolgreichsten musikalischen Exportschlager der letzten zehn Jahre im Osnabrücker Land avanciert.

Text: Arne Köhler

 

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