Cale Copf Company bot ein permanentes Feuerwerk an Pointen
Quakenbrück:
Howard Carpendale, Status Quo, die Backstreet Boys, Ivan Rebroff, Boyzone zu Gast bei den Quakenbrücker Musiktagen: Unglaublich aber fast wahr. Die Cale Copf Company machte es möglich. Durch perfekte, manchmal augenzwinkernde bis urkomische Imitationen hievte das Sextett die Stars aus Rock, Pop und Schlager auf die Bühnen des Artland Gymnasiums. Sogar längst von uns gegangene Showgrößen wie etwa Zarah Leander oder Roy Black erlebten ihre Wiederauferstehung aus der Versenkung.
Die einzelnen Starauftritte verband die Cale Copf Company mit einer lockeren Conference, indem sie das Publikum dem Flair eines internationalen Musikwettbewerbs aussetzte. Musikalisch und gesanglich intoniert die Company die großen Hits perfekt, ohne auf andere Instrumente zurückgreifen zu müssen als ihre „durchtrainierten Kehlköpfe“. Feine Ironie und krauser Klamauk sorgen für ein permanentes Feuerwerk an Pointen.
In immer neuen Verkleidungen wurden die Eitelkeiten des Showgeschäftes aufs Korn genommen. Reinhard Witte schmetterte als Frank Sinatra noch stilvoll das unvergessene „New York, New York“. Die modernen Boygroups bekamen – allerdings stimmlich brillant – gehörig ihr Fett weg. Allein die tänzerische Umsetzung der gestandenen Herren verursachte prustendes Gelächter im Publikum.
Für Lachsalven sorgte Michael Wolf als Howard Carpendale. Als „Howie“ bei seinem Lied „Hello again“ über die ersten Stuhlreihen kletterte und verblüffte Zuschauerinnen anschmachtete, blieb kein Auge trocken.
Für den Auftritt von Roy Black (Alfons Sieckmann) schubsten die Künstler die junge Essenerin Annika ins Scheinwerferlicht. Diese ließ tapfer die Edelschnulze „Ganz in weiß“ und eine angedeutete Hochzeit über sich ergehen.
Als Wiedergutmachung erhielt die junge Dame eine Gratis CD der Künstler.
Vor zehn Jahren begann das Vokalisten-Sextett aus Osnabrücks näherer Umgebung seinen Triumphzug durch kleinere und größere Säle und Theater. Ihre mitreißende Spielfreude hat sich die Cale Copf Company bis heute bewahrt. Mit tosendem Applaus bedankte sich das Publikum der Musiktage für die vortreffliche Unterhaltung. Bleibt zu hoffen, dass die Cale Copf Company bald wieder in Quakenbrück gastiert.
Stefan Heil
Bersenbrücker Kreisblatt
27.11.2002
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