Witzig und zeitweise satirisch, aber vor allem immer musikalisch auf höchstem Niveau präsentierte sich am Freitagabend die sechs Stimmenkünstler der „Cale Copf Company“ in der Ahaus Stadthalle. Das Programm mit dem Titel „Gut’n Tach“ begann, wie sollte es anders sein, mit einem „Gut’n Tach“ in Richtung Publikum. Welche Art von Humor das Publikum in den weiteren drei Stunden erwartete, wurde gleich beim ersten Stück deutlich: Mit knallig-kitschiger Sonnenbrille sang die a-cappella-Gruppe ein „Pottpürree von Elton John“. Rund um die üppige Fanpost für die „CCC“ drehte sich das weitere Programm. Aus den sechs erhaltenen Briefen suchten die Musiker Vorschläge für neue Lieder aus. Da aber Gewohntes langweilig sei, texten sie teilweise die Stücke um. So entstanden nach Vorlage von Udo Jürgens die Hits „Denn ich mag keine Sahne“ „Gyros und Wein“. Immer wieder nahmen sich die Kollegen auf der Bühne gegenseitig aufs Korn und verrieten Details aus der Bühnengarderobe. Die Art, in der Cale-Copf Michael über seine Mitstreiter herzog, brachte regelmäßig Lacher aus dem Publikum. Im Ensemble begeisterte besonders die Parodie zum Tanzfilm Klassiker „Dirty Dancing“: Mit dickem Goldkettchen und Sonnenbrille kam der Macho-Tänzer noch relativ realistisch auf die Bühne. Kein Halten gab es bei den Zuschauern, als die Tänzerin – dargestellt durch einen der Sechs – sich mit Bierbauch und künstlichen Brüsten an ihn schmiegte. Bevor „das absolut Letzte“, die Howard Carpendale Imitation, die Lachmuskeln zum letzten Mal strapazierten, zeigten die Musiker aus Hagen am Teutoburger Wald ihre musikalische Klasse: 15 Minuten a cappella nonstop mit allen großen Hits der Bee Gees ließen deutlich werden, dass trotz aller Komik immer noch excellente Musiker auf der Bühne standen.
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