Von Anni Knipper
GEHLENBERG – „Nichts ist unmöglich – dank Lohe“, sang die Cale Copf Company (CCC) in der voll besetzten Gehlenberger Pfarrkirche St. Prosper zum Auftakt der Jubiläumswoche. Niemand hätte es wohl bislang für möglich gehalten, dass laute Jubelrufe und die Forderung nach Zugaben je in dem Gotteshaus zu hören sein würden.
Dieses phantastische und für Gehlenberg ganz besondere Konzert zauberte eine fröhliche Stimmung in die Kirche. Ein Sänger der CCC brachte es auf den Punkt: „Ich finde es sehr tolerant und sehr nett, dass wir im Kirchenraum ein solches Programm aufführen durften. Ich bin sicher, der liebe Gott hat nichts dagegen, wenn wir uns gegenseitig ein wenig Spaß bereiten.“ Spaß hatten die Zuhörer bei dieser Mischung aus Comedy, witziger Show und genialem Gesang an Liedern von Abba bis Zarah Leander. Die aus sechs brillanten Sängern bestehende A-cappella-Formation begeisterte mit eigenen Texten zu bekannten Melodien verschiedener Musikrichtungen. Stücke wie „Mit 66 Euro“ und „Ich war noch niemals bei McDoof“ von Udo Jürgens oder „Back for good“ wurden in parodistischer Form angekündigt und präsentiert. Bei „Hello again“ hatten die Zuhörer das Gefühl, „Howie“ persönlich stünde auf der Bühne.
Einige Damen konnten sich seinem Charme kaum widersetzen, insbesondere als er plötzlich über die Bänke kletterte und sich ihnen näherte. Aus dem Welthit S.O.S. von Abba etwa wurde der „Super Ostfriesen-Soul“ der imaginären Gruppe „Hein Bruns und seine Büddels“.
Das stimmliche Schlagzeugsolo von „Radar Love“ war genauso faszinierend wie der „Zahnarztbesuch“ zum Oldie „Lady in black“. Aber auch klasssische Darbietungen wie ein Medley aus Musical-Melodien ergänzten das mehr als zweistündige Programm.
Einen Höhepunkt stellte die musikalisch anspruchsvolle Umsetzung des Titelsongs aus dem „König der Löwen“ dar, die bei so manchem Zuhörer eine Gänsehaut verursachte. Die Gruppe schaffte es, das Publikum mitzureißen und zum Mitmachen zu animieren. Erst nach mehreren Zugaben unter minutenlangen Standing Ovations durfte die Cale Copf Company die Kirche verlassen.
Pastor Heiner Lohe wertete anschließend das Konzert als vollen Erfolg. Bei den Vorbereitungen zum Jubiläumsfest sei ein Highlight geplant gewesen, von dem man in zehn Jahren noch spricht. Das sei hier gelungen, äußerte er sich begeistert und beeindruckt davon, wie die Sänger die Kirche zum Schwingen brachten. Scherzhaft fügte er hinzu: „So einen Applaus wünsche ich mir auch manchmal im Gottesdienst.“
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