12.01.2010: Grafschafter Nachrichten

Vokalkünstler sorgen zwei Mal für volles Haus
Cale Copf Company begeisterte
Von Albrecht Dennemann 
Schüttorf  – Feierabend“ lautet der Titel des Programms,
das die A-Cappella-Gruppe „Cale Copf Company“
am Sonnabend und Sonntag im Theater der Obergrafschaft
präsentierten. Zum wiederholten
Male hatte sich der Verkehrs- und Kulturverein
Schüttorf (VKV) die Vokalkünstler eingeladen.
Seit Jahren feiern die Sänger immer wieder Erfolge
in Schüttorf vor ausverkauftem Haus.
In diesem Jahr war jedoch alles anders:
Es ist das Abschiedsprogramm der Gesangs-Comedy-Truppe,
und deshalb reichte ein Termin nicht aus.
Zu viele Fans wollten sie noch einmal sehen und hören,
und so hatte sich der VKV dazu entschlossen,
einen Zusatztermin anzubieten.
Beide Termine waren flugs ausverkauft,
und so konnten die Verantwortlichen
für beide Tage zusammen rund 700 Besucher verbuchen.
ach dem Intro versuchte sich einer der Protagonisten
an der Herleitung des Begriffs „Feierabend“.
Wer ihn googelt, stößt zunächst auf ein wenig
attraktives Bild: Es erscheinen Seiten von Altersheimen,
und dort sehen die Sänger sich offenbar noch lange nicht.
Nach 19 Jahren soll jedoch das
Zusammensingen ein Ende finden. Jeder Vokalist geht
einem geregelten Beruf nach,
zusammen bestreiten sie rund 100 Konzerte pro Jahr
– dass dabei private Belange
auf der Strecke bleiben können, liegt auf der Hand.
eben dem hervorragend vorgetragenen und aufeinander
bestens abgestimmten Gesang
präsentierten sich „CCC“ am Wochenende auch wieder
von ihrer spaßigen Seite.
Moderationen, Sketsche und humoristische Einfälle
trieben das Publikum von Lachsalve
zu Lachsalve. Nicht konsequent unter der Gürtellinie
– aber Gags, die sich nah am Zotigen
bewegten, begeisterten das Publikum.
Zuhörer und Sänger hatten sich schnell aufeinander
eingeschossen und feierten eine Abschiedsvorstellung,
wie sie besser nicht hätte sein können. Persiflagen von
Udo Lindenberg bis Howard Carpendale und Heintje
wurden geschickt mit musikalischen Themen gemischt.
„Neue Deutsche Welle“, Krimi-Melodien
und Rock-Klassiker belegten die Sänger mal mit politisch
angehauchten Texten, mal mit komödiantischen
Neufassungen. Politisch blieben sie eher an der
Oberfläche und spöttelten ein wenig in Stammtisch-Manier.
Ob sie nun wirklich endgültig die Stimmgabel an den Haken hängen?
Man weiß es nicht, denn mit einigen Anspielungen
nährten sie die Hoffnungen auf ein Revival.
„Standing Ovations“ gab es zum Ende, und auch
zwei Zugaben. Dann war Schluss.

 

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